Iran bis 1996



Die Gruppe "Iran bis 1996" umfasst das Schaffen von rund 15 Jahren, in denen Mojavari zur Schule und Universität ging und als Dozent für Kunst an Universitäten lehrte. In diese Zeit fallen zudem die gesellschaftlichen Veränderungen im Iran, die sich nach der Revolution von 1979 vollzogen, und der Krieg gegen den Irak. Als Jugendlicher fing Mojavari an, Studien von der Landschaft um Lahidjan und den Menschen aus seinem Umfeld in privaten Situationen wie beim Lesen, Musizieren oder Mittagsschlaf anzufertigen. Unter den Zeichnungen befinden sich viele Porträts von seinem Bruder Siamak, der ebenfalls Künstler war und mit 20 Jahren bei einem Badeunfall im Meer ums Leben kam. Die Darstellung seiner Mitmenschen bleibt bis in Mojavaris späteren Bildern als wichtiges Motiv erhalten, wobei die psychologische Wiedergabe der Dargestellten schon früh ins Zentrum seines Interesses gerückt ist. Im Verlauf seiner Studien- und Dozentenzeit in Teheran, Rasht und Noshar setzte sich Mojavari zudem mit der klassischen und modernen, vor allem abstrakten, Kunst und ihren verschiedenen Stilen auseinander. Er suchte für seine Kunstwerke und Animationsfilme nach einer eigenen Ausdrucksform, probierte sich in unterschiedlichen Techniken und schuf in seiner Malerei wie auch in seinen Skizzen, Zeichnungen, Collagen und Installationen (siehe auch die Abbildungen auf der Seite Biographie) gleichzeitig die Grundlage für seine drei Richtungen Licht in Form-, Ornamentale und Freie Malerei, die er ab 1997 in Deutschland weiter entwickelte.